Sachplan ADT (Abbau, Deponie, Transporte)
Der Sachplan ADT ist derzeit in Überarbeitung. Diese stützt sich u. a. auf den Controllingbericht 2008. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Überführung der 18 Planungsregionen in die 6 Regionalkonferenzen.
Der Sachplan ADT ist der Lebensnerv der bernischen Abbauindustrie, denn er bildet die Grundlage für die Bewilligungsfähigkeit zukünftiger Abbauprojekte.
Die öffentliche Hand hat aufgrund des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) den Auftrag, mit den Mitteln der Raumplanung für eine ausreichende Versorgung zu sorgen. Im 1998 in Kraft gesetzten Sachplan ADT zeigt der Kanton Bern die Grundzüge der räumlichen Entwicklung in den Bereichen Abbau, Deponie und Transporte auf und verfolgt dabei vier Ziele:
- Sichern der Abbau- und Deponiereserven für eine langfristig ausreichende Versorgung mit Baurohstoffen und Entsorgung der nicht verwertbaren Bauabfälle.
- Haushälterischer Umgang mit den natürlichen Kiesressourcen.
- Schonung von Mensch, Landschaft, Natur und Umwelt beim Abbauen, Verarbeiten, Entsorgen und Transportieren.
- Abstimmen der Planungen durch frühzeitige und stufengerechte Klärung der Grundsatzfragen.
Neben Zielen werden die wichtigen Grundsätze, die Aufgabenteilung zwischen Kanton, Regionen und Gemeinden sowie Vorgaben für die nachgeordnete Planungen definiert. Dazu gehören z.B. Planungsrichtwerte für Materialreserven und Deponievolumen. Zudem bezeichnet der Kanton im Sachplan die Standorte von kantonalem Interesse, bei welchen er im Bedarfsfall die Vorsorge gewährleisten würde. Die eigentliche Standortplanung für Abbaustellen und Deponien ist Aufgabe der Planungsregionen. Heute verfügen die meisten Regionen über eine aktuelle Abbau- und Deponie-Richtplanung oder sind daran, sie zu aktualisieren.
